Piercings im Mundbereich – Cool oder hohes Risiko?

Gerade Teenager und junge Erwachsene entwickeln oft eine Vorliebe für Körperschmuck in Form von Piercings. Obwohl dieser Körperschmuck gerade im Mundbereich schon seit Jahren sehr beliebt ist, machen sich die meisten Träger nicht bewusst, dass sie damit ein Risiko eingehen, denn gerade Zahnfleisch und Zähne können durch ein Piercing im Mundbereich dauerhaft geschädigt werden.

Wer das Risiko eingeht sollte einen Fachmann wählen

Ein großes Risiko, wenn zum Beispiel ein Piercing in der Lippe oder Zunge gesetzt wird ist, dass die Nervenbahnen beschädigt werden. Dies kann viele unangenehme Folgen für den Träger haben und zu dem ist gerade bei einem Zungenpiercing das Risiko für Entzündungen und starke Schwellungen sehr hoch. Es besteht ein Risiko Nerven zu verletzen oder Blutgefässe, da die Nervenbahnen und Blutgefässe nicht bei jedem Menschen gleichliegen!
Auch nach dem Stechen muss der Träger dieses Körperschmucks genau auf die Hygiene achten, um so eine Entzündung während des Abheilungsprozesses zu vermeiden. Doch nicht nur Zungenpiercings, sondern auch Piercings in den Wangen, dem Lippenbändchen oder der Lippe sind aus zahnmedizinischer Sicht nicht zu empfehlen, da sowohl die Zähne, als auch das Zahnfleisch durch die Piercings geschädigt werden kann.

Der Metallteil von Piercings kann den Zahnschmelz schädigen

Ein Piercingstab aus Metall verfügt in der Regel über zwei Metallkugeln oder eine Metallkugel und ein Metallplättchen als Verschluss. Bei Piercings im Mundbereich ist es so, dass eines oder sogar beide Enden des Schmucks entweder mit den Zähnen oder dem Zahnfleisch in Kontakt kommen. Ein Zungenpiercing wird zum Beispiel während des Kauens oder Spielen mit dem Stab immer wieder gegen die Zähne schlagen. Dies führt zu Rissen im Zahnschmelz, welche nicht behandelbar sind und somit den Zahn empfindlich beeinträchtigen. Bei einem Piercing in der Unterlippe liegt das Risiko darin, dass das Metall an der Innenseite gegen das Zahnfleisch drückt. Dies kann nicht nur zu unangenehmen Druckstellen führen, sondern auch dazu, dass sich das Zahnfleisch an diesen Stellen zurückbildet. Ist dieser Fall einmal aufgetreten, so liegen an der betreffenden Stelle die Zahnhälse frei und der Zahn wird sehr empfindlich auf Kälte und Hitze reagieren, was für den Betroffenen sehr unangenehm ist und eine Behandlung des Zahnfleisches notwendig macht bzw. die dauerhafte mechanische Reizung zu bösartigem Gewebe führt.

Auch wenn ein Piercing im Mundbereich für viele Menschen sehr attraktiv erscheint, sollte wirklich gut überlegt werden, ob der optische Effekt das Risiko wert ist. Denn wer sich vor dem Setzen des Piercings von seinem Zahnarzt beraten lässt, wird oft sehen, dass der optische Effekt den dieser Körperschmuck bietet das Risiko, welches dabei für Zähne und Zahnfleisch besteht nicht wert ist.

Autorin: Pelin


 

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