Zahngesundheit: Wirkung von Xylit bei der Bekämpfung von Karies

Während Xylit beim Essen oder Trinken im Gegensatz zu Zucker definitiv nicht zur Ausbreitung von Karies führt und sich damit zumindest als Zuckerersatz gut eignet, ist die unmittelbare Auswirkung bei der Verringerung von Kariesbakterien umstritten. Im Zusammenspiel mit Kaugummis zeigte die Substanz bei Untersuchungen jedenfalls positive Auswirkungen.

Umstrittene Studien zur Zerstörung von Kariesbakterien durch Xylit

Als Zuckeraustauschstoff bietet Xylit Kariesbakterien keine Chance, Milchsäure mit einer zahnschädigenden Wirkung zu erzeugen. Im Gegensatz zu Zucker erhöht dieser Süßstoff aus diesem Grund definitiv nicht die Kariesgefahr. Bei Studien haben Wissenschaftler zudem erkannt, dass die Anzahl der für Karies verantwortlichen Bakterien durch die regelmäßige Einnahme von Xylit im Speichel ebenso wie im Belag der Zähne nachhaltig verringert wird. Die Beweiskraft dieser Tests ist unter Zahnmedizinern jedoch äußerst umstritten. Denn dabei erhielten die Testpersonen meistens Kaugummis, die beim Kauen auch mit einer zusätzlichen mechanischen Wirkung für die Beseitigung des Zahnbelags sorgen. Aufgrund dieser Umstände ist es durchaus denkbar, dass dieser Effekt die eigentliche Ursache für den Rückgang der Kariesbakterien war und nicht unbedingt ein direkter Zusammenhang mit den speziellen Eigenschaften von Xylit besteht.

Die Untersuchungen von anderen Forschern weckten darüber hinaus weitere Zweifel am Wert der Testergebnisse. 2013 veröffentlichten Zahnmediziner aus North Carolina die Resultate einer Studie, bei der insgesamt 691 Erwachsene an jedem Tag fünf Mal entweder ein Placebo oder ein Gramm Xylit einnehmen mussten. Statt Kaugummis wurden hierbei Lutschtabletten mit Pfefferminzgeschmack verwendet. Bei der Überprüfung der Zahngesundheit von den Personen, die tatsächlich Xylit erhalten hatten, war für die US-amerikanischen Forscher keine bemerkenswerte Verringerung der Kariesbakterien feststellbar. Damit scheint es naheliegend zu sein, dass die früheren Tests wegen der mechanischen Reinigungswirkung von Kaugummis unzuverlässig waren.

Trotzdem ist es immer noch umstritten, ob das Kaugummikauen sich tatsächlich stark genug auswirkt, um die Unterschiede zwischen den Ergebnissen zu erklären. Kaugummis führen hauptsächlich auf den Kauflächen der Zähne eine Reinigung herbei. Vor allem die Zahnzwischenräume und auch die Seitenflächen sind von der mechanischen Wirkung hingegen kaum betroffen. Wer drei Minuten lang Kaugummis kaut, entfernt währenddessen aus der Sicht vieler Zahnärzte nur ungefähr ein Fünftel des Zahnbelags.


 

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Xylit als gute Ergänzung zur Kauwirkung und idealer Zuckerersatz

Eine verstärkte Bildung von Speichel wird im Zusammenspiel mit Xylit sowohl beim Einsatz von Kaugummi als auch beim Lutschen von Tabletten, die für einen gewissen Zeitraum im Mund behalten werden, erreicht. Diese erhöhte Speichelproduktion bietet beim Schutz der Zähne eine Vielzahl von Vorteilen. Denn Speichel sorgt für die Reinigung des Mundraums und neutralisiert darüber hinaus zumindest zum Teil die zahnschädigende Wirkung von Säuren. Auch deshalb stellt sich natürlich wieder die Frage, welche Rolle Xylit bei der Zerstörung von Kariesbakterien als Wirkstoff tatsächlich spielt. Unter Zahnmedizinern bleibt es weiterhin umstritten, ob der Zuckeraustauschstoff oder schlicht das Kauen für die Kariesreduzierung hauptverantwortlich ist. Die positiven Auswirkungen der Kombination von Kaugummis und Xylit wurden bei der Bekämpfung von Karies jedenfalls ohne Zweifel nachgewiesen.

Außerdem herrscht Einigkeit darüber, dass es sich hierbei maximal um eine unterstützende Maßnahme handelt und die tägliche Verwendung von Zahnbürsten und Zahnpasta unverzichtbar bleibt, wenn Kariesbakterien gestoppt werden. Den größten Wert stellt Xylit natürlich ohnehin als Ersatz für Zucker unter Beweis. Auch wenn die direkte Wirkung bei der Zerstörung von Kariesbakterien unklar ist, gibt der Zuckeraustauschstoff Menschen auf jeden Fall die Möglichkeit, süße Speisen zu genießen und die Kariesbildung dabei zumindest nicht zu begünstigen.

Fazit: Xylit als Beitrag zur Kariesbekämpfung mit umstrittenem Ausmaß

Obwohl die tatsächliche Rolle von Xylit bei der Verringerung der Karriesgefahr teilweise als ungeklärt gilt, bleibt der Nutzen als Zuckerersatz unumstritten. Es ist nicht entscheidend, wie der Zuckeraustauschstoff sich eigenständig auswirkt, weil die Kombination mit Kaugummis bei der Kariesbekämpfung definitiv hilft.

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